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Neubau von Kleinwasser-
kraftwerken
Neues Kleinwasserkraftwerk Dorfmühle
Am 16. Juli 2002 erfolgte der Spatenstich für den Neubau des Kleinwasserkraftwerks Dorfmühle bei Kematen an der Ybbs. Das Kraftwerk ist im Spätherbst 2003 in Betrieb gegangen und erzeugt jährlich etwa 11 GWh Strom. Bei der Planung des neuen Wasserkraftwerks wurde in besonderem Maß auf die Erzielung eines hohen ökologischen Wirkungsgrades – also die Minimierung der Umweltauswirkungen – geachtet.
Umfangreiche ökologische Begleitmaßnahmen
Zahlreiche Vorkehrungen und Spezialeinrichtungen stellen sicher, dass die Ybbs auch nach Inbetriebnahme des neuen Kraftwerks als Gewässer von hoher ökologischer Qualität ihre Eignung als Lebensraum für die hier heimischen Tier- und Pflanzenarten bewahrt. Alle Maßnahmen der Fluss- und Ufergestaltung werden dabei von Univ.- Prof. Dr. Mathias Jungwirth von der Universität für Bodenkultur – als behördlich bestellte ökologische Bauaufsicht – begleitet und kontrolliert.
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So stellt eine Fischaufstiegshilfe in Form eines Tümpelpasses – einer aufsteigenden Reihe kleiner, kaskadenartig angeordneter Wasserbecken – die Möglichkeit zur Wanderung für die typischen Fischarten der Ybbs sicher.

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Durch niedrige Ausführung des unbeweglichen Teils der Staumauer („feste Wehrschwelle“) und Ausbau des sogenannten Grundablasses kann das natürliche Geschiebe (Schotter, Kies und Sand, die an der Sohle eines Wasserlaufs von der Strömung fortbewegt werden) das Kraftwerk passieren.

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Zur Erhaltung der natürlichen Flora wird das rechte Flussufer oberhalb der Wehranlage z.T. mit Flusssedimenten aufgeschüttet und mit standortspezifischen Arten bepflanzt. Der dadurch entstehende auähnliche Bereich soll verschiedensten Pflanzen- und Tierarten neuen Lebensraum bieten. Die oberhalb des Kraftwerks vorhandenen schmalen auartigen Landsicheln bleiben durch den Kraftwerksbau unberührt und können ihre Funktion als wechselfeuchte Standorte weiterhin erfüllen.

> Durch die Errichtung und den Betrieb einer modernen Rechenreinigungsanlage kann der im Wasser treibende Zivilisationsmüll gesammelt und ordnungsgemäß entsorgt werden.